Workshop „Mehrsprachigkeit an der Universität Graz“
Der Forschungsschwerpunkt „Mehrsprachigkeit, Migration und kulturelle Transformation“ der Universität Graz untersucht jene Phänomene, die „unser Denken und Tun, unsere Handlungen, Werte und Zugehörigkeiten“ prägen und in „Kultur, Wirtschaft, Politik und Bildung“ wirksam werden. Ziel ist es, diese gesellschaftlich relevanten Entwicklungen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven zu erforschen (s. https://multilingualism.uni-graz.at/de/unsere-forschung/).
Das Cluster „Akteur:innen“ widmet sich dabei der Frage, welche Bedeutung Mehrsprachigkeit für die Menschen an der Universität Graz hat, wie sie den universitären Alltag prägt und welche Konsequenzen sich daraus für Forschung, Lehre und institutionelle Praktiken ableiten lassen.
Im Rahmen des eintägigen Workshops „Mehrsprachigkeit an der Universität Graz“ wurde gemeinsam an der Entwicklung eines Forschungsvorhabens zu diesen Fragestellungen gearbeitet. Für den ersten Teil der Veranstaltung konnten mit Monika Dannerer (Universität Innsbruck) und Philip Vergeiner (Universität Passau) zwei Expert:innen gewonnen werden, die Einblicke in ihre Erfahrungen aus dem Forschungsprojekt VAMUS („Verknüpfte Analyse von Mehrsprachigkeiten am Beispiel der Universität Salzburg“) gaben. In ihren Vorträgen zu äußerer bzw. innerer Mehrsprachigkeit an der Universität Salzburg präsentierten sie zentrale Ergebnisse des Projekts und lieferten wertvolle Impulse für die weitere Entwicklung des Forschungsvorhabens.
Auf Grundlage dieser Impulse arbeiteten die Mitglieder des Clusters „Akteur:innen“ am Nachmittag in Kleingruppen und im Plenum an einem Fragebogenkonzept für die Universität Graz. Der Arbeitsprozess wurde von den Clustersprecher:innen Veronika Mattes und Muhammed Akbulut moderiert und von Monika Dannerer sowie Philip Vergeiner fachlich begleitet. Gemeinsam wurden erste Bausteine für den Fragebogen skizziert und konkrete Schritte für die weitere Umsetzung vereinbart.
Der Workshop bot allen Beteiligten die Gelegenheit zu einem intensiven fachlichen Austausch und trägt dazu bei, die Erforschung von Mehrsprachigkeit an der Universität Graz weiter voranzubringen.