Cluster Konzepte: Workshop: Adriana Rodríguez und Anna Pedrolli "Interculturality, Plurilingualism and Collective Rights of Indigenous Peoples in Ecuador"
„Bei Interkulturalität geht es nicht nur darum, Unterschiede anzuerkennen, sondern auch darum, Machtverhältnisse zu verändern. Sie erfordert konkrete rechtliche, politische oder gesellschaftliche Maßnahmen, die auf einen Wandel abzielen.“
Am 2. Juni hielten Adriana Rodríguez und Anna Pedrolli einen Workshop zum Thema „Interkulturalität, Mehrsprachigkeit und kollektive Rechte indigener Völker in Ecuador“ ab.
Im ersten Teil des Workshops stellten Rodríguez und Pedrolli theoretische Ansätze und Konzepte wie „Interkulturalität“, „Plurinationalität“ und „kollektive Rechte“ vor.
Außerdem präsentierten sie Konzepte, die spezifisch für den ecuadorianischen Kontext sind, wie beispielsweise „Sumak Kawsay“ und die Ausweitung der Menschenrechte auf nichtmenschliche Subjekte, d. h. die Rechte der Natur.
Neben dem theoretischen Rahmen stellten sie den Fall „Indigene Völker der Tagaeri und Taromenane gegen Ecuador“ vor dem Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte sowie das „Lied der Zedern“ als Beispiele und Diskussionspunkte im ecuadorianischen Recht vor.
Abschließend reflektierten Rodríguez und Pedrolli über den rechtlichen Rahmen Ecuadors und konzentrierten sich dabei insbesondere auf die Rechte indigener Völker, die in freiwilliger Isolation leben, sowie auf die Natur als Rechtssubjekt.
Darüber hinaus gingen sie auf Bedrohungen ein, denen sowohl die Völker als auch die Natur ausgesetzt sind, z. B. Rohstoffabbau, Vertreibung und Enteignung.
Als abschließende Übung wurden die Workshop-Teilnehmer*innen gebeten, die österreichische Verfassung zu überprüfen und neu zu formulieren, um eine interkulturellere Rechtsgrundlage zu schaffen.